Montag, 28. November 2011

Positiv

Heute noch schlimmer geworden. Noch tiefer verletzt. War in der Schule auf der Toilette. Sport. Konnte ja eh nicht mitmachen. Und dann hab ichs wieder gemacht. Und das Blut lief und lief und lief. Dunkelrot, warm und viel. So viel! Ich konnte es nicht stoppen, in Sekunden war der ganze Boden voll. Meine Hose hat Spritzer abbekommen, mein Arm war rot und meine Hände ebenfalls. Alles voll Blut. Hab Toilettenpapier genommen, so gut es ging und alles weggewischt. Meinen Arm mit zwei Pflastern beklebt. Hat nichts gebracht, Blut sickerte durch. Papier drumgewickelt. Es ging. Der Arm tat weh, verdammt tat er weh!! Habe fast geweint vor Schmerz. Habe dann mit V. geredet, sie um Hilfe gebeten. War nach der 6. Stunde, große Pause. Und L. hat mir gesagt, ich soll entweder zum Arzt gehen, weil der ja eh eine Schweigepflicht hat, oder selbst die Wunde verarzten. L. kenne ich noch aus der Klinik in Marburg. Sie ist super nett... Ich weiß nicht, wie ich den Nachmittag überstanden habe, jedoch bin ich danach so um 16Uhr zum Arzt gegangen. Der hat mit mir geredet und mir gesagt, er sollte jetzt eigentlich mit meiner Mum reden, aber er machts nicht. Danke!! Und dann hat er die Wunde geklammert. Er meinte, eigentlich müsse es genäht werden, aber weil man dafür in eine spezielle Klinik fahren müsse, würde es auch so gehen. Ich habe ihn gebeten, es nur zu klammern. War mir lieber. Und dann bin ich heim. Mein Arm tut immer noch tierisch weh an der Stelle. Verdammt. Aber naja, muss ich aushalten. Pech für mich... Doch als ich da beim Arzt war, da kam kurz danach nochmal so eine Hilfsärztin zu mir. Sie hat mit mir geredet und erzählt, dass sie das früher auch gemacht hat und weiß, wie ich mich fühle. Und ich musste ihr versprechen es bis Freitag, wenn ich wieder zur Kontrolle zum Arzt muss, nicht mehr zu machen, also mich bis dahin nicht mehr zu verletzen. Ich denke, ich schaffe das. Ich habe auch von L. erfahren, dass ich mir etwas suchen muss, dass mich am Leben hält, das mir einfach einen Grund gibt, mich nicht mehr zu verletzen, sondern mich abzulenken. Ich muss einfach abwarten und suchen. Ich werde schon was finden. Ich will etwas positiver denken. :)

Besucher :)