Donnerstag, 8. Dezember 2011

Gedichte...

So, ich stelle nun mal einige Gedichte rein. Ich hoffe, sie gefallen euch und wenn nicht, sagt es ruhig. Ich würde mich über positive wie negative Kritik freuen :)



Langer Weg

Nun sitz ich hier, mit dem Stift in der Hand,
träume von meinem letzten Gang ins Wunderland.
ich sehe die Brücke, so schön und lang,
die Musik ist weich, ein warmer Klang.
Ich gehe los, der erste Schritt,
ich blicke zurück, niemand kommt mit.
Ich schreite voran auf dem weißen Stein,
sehe das Tor, so soll es sein.
Schritt für Schritt komm ich weiter nun,
ich weiß, ich sollte das nicht tun,
doch der Weg ist lang und ich denke nur,
sehe mich dort stehen, mit dieser tollen Figur.
Von euch entfern ich mich nun immer mehr.
Die Sehnsucht, ich spüre es, sie schmerzt so sehr.
Nochmals dreh ich mich um, und sehe euch an,
ihr steht dort und ich erinner mich daran,
an die schöne Zeit, die wir ja wirklich hatten,
ihr wart bei mir, auch in Zeiten mit Schatten,
doch nun seht ihr mich so, fast am Ende vom weg,
seht, wie ich mich dort nieder leg.
Ich kann nicht mehr, meine Kraft ist leer,
ich fühle mich kalt und so furchtbar schwer.
Und wie ich dort liege, so zerbrechlich und klein,
ich schließe die Augen, doch schlafe nicht ein.
Ein Ruck durchfährt meinen Körper hart,
und dann falle ich tief, doch ich lande ganz zart.
Öffne die Augen und sehe die Nacht,
wie sie mich fröhlich aus der Dunkelheit anlacht.
Ich spüre das nass auf meiner kalten Wange,
ich zittere und sitze hier lange,
die Beine umschlungen und weinend wie ein Kind,
die kalten tränen, ich weiß dass sie noch auf meiner Haut sind.
Ich wische sie weg und leg mich hin,
nun weiß ich wieder, wo ich wirklich bin.
Ich weine wieder und glaube es kaum,
denn nun wird mir klar, es war nur ein Traum.
Die Realität, sie holte mich ein,
dort auf dem weg, ich soll da nicht sein.


Der erste Flug

Ein feiner Hauch von Blütenstaub,
ein Rascheln unterm alten Laub,
ein Kratzen und Geschufte nun,
ich höre es, da ist was zu tun!
Das kleine Tier erwacht ganz leise,
und macht sich eifrig auf die Reise.
Die Flügel werden aufgeschlagen,
sind schon die Farben aufgetragen,
bunte Zeichen aller Art,
diese Arbeit war so hart,
doch das Ergebnis ist sehr toll,
die Farben leuchten wundervoll!
Er macht sich nun zum Start bereit
endlich aus dem Kokon befreit,
nun holt er Luft, ganz tief und laut,
hofft, er hat die bösen Tiere vergraut.
Dann gibt er Gas und stößt sich ab,
die frische Briese hält ihn auf Trab!
Die Schläge sind sehr fein und schnell,
die Sonne blendet, so beißend hell,
den Flug kann er nun doch genießen,                   
sieht so viele Blumen sprießen!
Riecht sogar den süßen Duft,
der sich verteilt in der warmen Luft,
zieht eine Nase davon ein,
und will niemals wieder auf dem Boden sein.
Gleitet so leicht und schön im Wind dahin,
ihm kommt nichts andres mehr in den Sinn.
Träumt nur noch von den zarten Schlägen,
es fällt ihm leicht, sie sich einzuprägen.
Nun wird es dunkel und er muss landen,
sieht eher aus, als würd er stranden.
Doch fürs erste Mal war‘s schon ganz gut,
und er hat ja auch noch so viel Mut!
Jetzt ist er erst mal wieder daheim,
er fühlt sich wohl und schmiegt sich ein,
ich sehs dort liegen, das kleine Ding,
er schläft so ruhig, der Schmetterling.



Vielleicht.

Rote Linien,
Rotes Blut.
Rote Tränen,
Rote Wut.

Dunkle Schatten,
Dunkle Bäume.
Dunkle Wege,
Dunkle Träume.

Schwarze Seelen,
Schwarzes Fass.
Schwarzer Raabe,
Schwarzer Hass.

Viele Narben,
Viel Ertragen.
Viele Sorgen,
Viele Klagen.

Vielleicht Ruhe,
Vielleicht Frieden.
Vielleicht Glück,
Vielleicht zufrieden.


Das Kind
Nimm doch einfach das Kind an die Hand,
was dort sitzt am Wegesrand
und höre ihm beim Reden zu,
denn so verschwinden ein paar Sorgen im Nuh.
Doch du tust so, als wäre nichts geschehen,
als hättest du kein weinendes Kind gesehen.
Merkst du nicht, wie der Baum in die Höhe rankt?
Doch das ist anscheinend zu viel verlangt.
Dann schaff es wenigstens, dich nur einmal umzudrehen,
und einfach mal nach dem Rechten zu sehen,
denn dann wirst du merken, dass so einiges schief geht,
und das Kind auf wackligen Beinen steht.
Gib ihm doch bloß ein bisschen Halt,
ihm ist doch auch so bitterkalt.
Doch du lässt es allein zurück,
läufst deinen Weg, Stück für Stück.
Das Kind ist so verzweifelt nun,
weiß nicht weiter, was soll es tun?
Freunde merken, dass Sorgen an ihm nagen,
wollen wissen, welche Dinge es plagen.
Das Kind dankt für die Hilfe und vieles mehr,
denn allein ist das alles viel zu schwer.
Doch du wolltest nicht mal deine Jacke ihm leihen,
das wird das Kind dir nie verzeihen.






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