Samstag, 21. Januar 2012

Memories.

"Wenn ihr am Versinken seid, dann zieht euch selbst raus!"
Aber was, wenn man keine Kraft mehr hat?
Was, wenn man sich schon aufgegeben hat?
Was, wenn man versinken will?

Oft erinnere ich mich daran, wie ich als kleines Mädchen mal war. Wie ich gelacht habe. Worüber ich mich gefreut habe. Was mir alles Spaß gemacht hat. Wie wenige Sorgen ich damals noch hatte. Es ist eine schöne Zeit gewesen und ich wünschte, ich könnte für einen Tag nochmal in diese Zeit zurück. In diese Zeit, als ich klein und jung war. Süße 6 vielleicht..

Oder eben ich wäre glücklich, im hier und jetzt. Heute. Oder morgen. Zumindest irgendwann, die Tage. Weil ich es sonst nicht mehr lange aushalte. So wie es jetzt ist. Ich hätte nichts dagegen, glücklich zu werden. Ich würde mich freuen, oh ja! Es wäre wunderbar und ich würde es genießen. So sehr würde ich es genießen.



Ich weiß noch, früher in unserem großen Haus. Es war ein Wunder. Es war riesig, jeder hatte ein eigenes Zimmer, ein wunderschönes, großes, lichtdurchflutetes Zimmer. Wir hatten einen Dachboden, da haben wir oft Verstecken gespielt. Und einen gigantischen Keller, voll mit allerlei Lebensmitteln. Eine moderne Küche, ein kleines Esszimmer, aber ein großes Wohnzimmer. Einen monströsen Innenhof. Einen Heuboden, zum Übernachtungspartys machen. Dann eine riesige Scheune, in der wir das ganze Einstreu und Heu und Stroh und Futter für unsere Kaninchen und Meerschweinchen gelagert haben. Durch die Scheune ging es zuerst auf die kleine Veranda. Und von dieser durch einen Torbogen, mit Rosen zugewachsen, auf die Käfige der Tiere zu. Wir hatten etwa 10 Kaninchen und 5 Meerschweinchen. Die Jungtiere nicht mitgerechnet. Und wenn man dann auf den Garten sah, bestaunte man das Baumhaus. Obwohl man es nicht mal mehr Baumhaus nennen konnte, denn es war ein kleines Luxushaus aus Holz, mit einer Rutsche, einem Balkon, sogar Möbeln! Und das alles in einer wunderbaren Höhe von etwa 5 Metern, mit einer kleinen Treppe zum hochklettern. An der Mauer zum Nachbarsgarten wuchsen Brombeeren, dunkelrot, schwarz. Sie waren süß und schmeckten himmlisch, einfach ein Traum. Und davor stand ein Kirschbaum, der jedes Jahr drei Kirschen mehr trug als im vorherigen Jahr. Lief man weiter, um den kleinen Hügel herum, so kam man zuerst an die Himbeersträucher, welche den ganzen Zaun bedeckten und jedes Jahr wahnsinnig schnell leer gefuttert waren. Dahinter konnte man dann 6 Sträucher entdecken, verschiedene Arten. Weiße, rote und schwarze Johannisbeeren, sowie weiße, rote und grüne Stachelbeeren. Jedem aus unserer Familie gehörte ein Strauch. Mir waren die roten Johannisbeeren, ich habe sie geliebt. Und ganz hinten im Garten gab es noch einen Holzzaun, den man jedoch aufdrücken konnte und so in den Garten unserer Nachbarn kommen konnte, die wir oft besuchten.
Es war einfach traumhaft, dieses Haus. Und ich erinnere mich an eine Sache noch ganz genau. Unsere riesige, meterlange Schaukel im Innenhof. Wie lang sie war? Mh, ich würde schätzen 10 Meter bestimmt. Und ich habe es so geliebt, auf ihr zu sitzen und von meinem Vater angeschubst zu werden. Ich habe jedes Mal laut geschrien vor Freude, es war so schön! Es WAR so schön...

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