Es ist meine Schuld meine Schuld meine Schuld
meine Schuld meine Schuld

Es tut mir leid. Ich war nicht für dich da, ich hab dir nicht helfen können, dich nicht retten können. Ich habe dir nicht zugehört, war nicht deine Hilfe und nicht dein offenes Ohr. Ich habe alles versaut. Ich bin Schuld, nur ich. Du verletzt dich jetzt selbst, du ritzt dich. Und ich bin Schuld, weil ich nicht für dich da war, als du mich gebraucht hast. Ich war nicht da, ich war zu egoistisch, hatte nur mich im Kopf, dass ich gesund werden muss. Blödsinn.
Mona! Du bist nicht wichtig. Mona! Kümmer dich um die anderen! Ich will dir helfen, will für dich da sein, es wieder gut machen. Ich werds versuchen. Wirklich. Ich will dich nicht verlieren, will nicht, dass du so fühlst wie ich, so in diesen Mist gerätst wie ich. Dir soll es besser gehen, besser als mir. Du hast das Leben verdient. Mehr als ich.

Ich glaube, ich glaube ich sterbe. Ich glaube, bald bin ich tot. Und dann ist es vorbei. Dann ist alles vorbei und ich bin tot, ich komme nicht zurück und ihr lebt ohne mich. Tut es mir leid? Ich weiß es nicht. Weil ich bin eh schon tot. Ich fühle mich so. Alles sinnlos, leer, ohne Hoffnung und ohne irgendwas. Nur noch weinen und weinen, schreien und schreien. Mehr tue ich nicht. Montag und Dienstag, sinnlose Tage. Ich fühle alles dumpf, abgedämpft durch eine unsichtbare Mauer. Ich fühle mich scheiße. Fühle mich nicht mehr lebend, nicht mehr da. Will tot sein, will tot sein. Nicht mehr leben, nicht mehr leiden. Ich will, dass es ein Ende hat. Irgendwie. Es hört nicht auf, es geht alles immer und immer weiter. Ich schleppe mich müde durch die tristen Tage, sinnlos und traurig. Wieso? Welches Ziel habe ich? Keines. Mein Ziel heißt überleben. Vielleicht bin ich schon gescheitert, vielleicht bin ich ja schon tot.