Zwei einhalb Monate habe ich nichts mehr geschrieben. Ich weiß nicht warum.
Bin ich glücklich? Nein. Geht es mir besser? Nein.
Mir fehlt einfach der Drang, mich mitzuteilen. Ich habe mich abgefunden mit dem, was mein Leben ist. Ich meistere es jeden Tag irgendwie - fehle hin und wieder auf der Arbeit. Und breche zusammen, daheim. Aber es geht. Ich überlebe, ich schaffe alles irgendwie. Doch es ist mortsmäßig anstrengend und ich weiß nicht, wie lange ich das so noch aushalte.
Ich bin irgendwie k.o. Würde mir gerne wieder die Arme aufschneiden, doch muss es verstecken. Während der Arbeit geht es nicht. Da muss ich funktionieren, muss alles klappen. Ich muss arbeiten, das geht mit genähtem Arm nicht. Ich muss T-Shirts tragen, das geht nicht mit Verband. Denn es soll doch niemand sehen. Aber demnächst... in ein paar Tagen, wenn meine Praxiszeit vorbei ist, ohja. Da werd ich wieder anfangen, freudig und gut gelaunt. Und werde mir den Arm zerschneiden. Und es nähen lassen - vielleicht. Und die Fäden ziehen. Und bewusstlos werden.
Denn das Land zwischen Leben und Tod, dieser Schwebezustand ist atemberaubend.
Jeder der dort einmal war, der weiß es. Und liebt es - oder hasst es.
Und ich liebe es. Unglaublich.